
MdB Agnieszka Brugger und MdL Clara Resch zu Besuch bei Heidenheim-fuer-Ukraine.de e.V.
Besuch aus Berlin und Stuttgart: Agnieszka Brugger (MdB) und Clara Resch (MdL) informieren sich bei Heidenheim-fuer-Ukraine.de e.V.
Wenige Tage vor dem vierten Jahrestag des russischen Großangriffs auf die Ukraine begrüßte Heidenheim‑fuer‑Ukraine.de e.V. hochrangige Gäste in den Vereinsräumen in der Bühlstraße: Agnieszka Brugger, Mitglied des Deutschen Bundestags (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), Clara Resch, Mitglied des Landtags Baden‑Württemberg (Wahlkreis Heidenheim), sowie Marco Combosch, Vorsitzender des Kreisverbands Heidenheim von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.
Musik als Brücke: Chor „Forte Ukrainzi“
Begrüßt wurden die Gäste vom vereinseigenen Chor „Forte Ukrainzi“, der mit ukrainischen Liedern einen bewegenden Auftakt setzte. Der Chor entstand im Frühsommer 2022 in Heidenheim, gastierte seitdem u. a. in Berlin, Stuttgart und Karlsruhe und trat zuletzt bei großen regionalen Veranstaltungen auf.
Einblick in die Arbeit des Vereins
Jasmin Glänzel‑Seiboldstellte die Strukturen und Projekte des Vereins vor: von der kontinuierlichen Sammlung und dem Versand humanitärer Hilfsgüter bis hin zu Kulturarbeit und Integrationsangeboten vor Ort. Der gemeinnützige Verein transportiert seit Kriegsbeginn regelmäßig tonnenweise Hilfsgüter in die Ukraine und ist regional vernetzt – etwa durch die Unterstützung zahlreicher „Dauerhelfer“ in Form von lokalen Unternehmen, Vereinen und Institutionen.
Fokus Energie: Warum Generatoren, Speicher und PV‑Anlagen Leben retten
Matthias Seibold vertiefte die Energiesituation in der Ukraine: Anhaltende russische Angriffe auf die Energieinfrastruktur führen landesweit zu Blackouts, Ausfall von Heizung, Wasser und Kommunikation – oft über viele Stunden bis Tage, gerade bei zweistelligen Minustemperaturen. UN‑Berichte dokumentieren seit Herbst/Winter 2025 eine deutliche Zunahme großangelegter Angriffe auf das Energiesystem mit Notabschaltungen bis über 36 Stunden, millionenfachen Ausfällen und massiven humanitären Folgen.
Vor diesem Hintergrund sammelt der Verein unter dem Motto „Energie für die Ukraine“ Spenden für Stromgeneratoren und Powerstations und liefert ausgemusterte, funktionsfähige Photovoltaikanlagen in die Ukraine – ein Beitrag zum dezentralen, resilienten Wiederaufbau. Prominente Unterstützer dieser Kampagne sind bereits MdB Roderich Kiesewetter (CDU) und MdB Robin Wagener (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN).
Zusage aus Berlin – Rückenwind aus dem Land
MdB Agnieszka Brugger sagte unmittelbar Unterstützung für die Energie‑Kampagne zu und betonte die Bedeutung zivilgesellschaftlicher Hilfe als Ergänzung staatlicher Anstrengungen. Brugger ist stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag und arbeitet als Außenpolitikerinnen seit Jahren zu Sicherheit, Frieden und Menschenrechten; sie gehört in der 20./21. Wahlperiode dem Verteidigungsausschuss an. Sie machte deutlich, dass seitens der Politik wirtschaftlich und militärisch viel mehr Druck auf Russland ausgeübt werden müsste, um endlich zu echten Friedensverhandlungen zu kommen.
MdL Clara Resch, Sprecherin für Handwerkspolitik der Grünen‑Landtagsfraktion und seit 2024 Abgeordnete für den Wahlkreis Heidenheim, dankte den Ehrenamtlichen für ihren leidenschaftlichen und anhaltenden Einsatz zugunsten der Ukraine und versprach dem Verein ihre Unterstützung.
Brugger und Resch zeigten sich beide tief beeindruckt von der Professionalität, Leidenschaft und menschlichen Wärme von Heidenheim-fuer-Ukraine.de e.V.
Austausch und Podium
Nach einem Buffet mit hausgemachten Spezialitäten unseres Caterin-Teams nahm eine Delegation des Vereins (Jasmin und Matthias) an der Podiumsdiskussion „Sicherheit in Europa – Frieden in der Ukraine“ teil – eine öffentliche Veranstaltung der Grünen Heidenheim.
Unser Fazit: Der Besuch hat deutlich gemacht, dass humanitäre Hilfe, Energie‑Resilienz und politische Unterstützung zusammengehören. Wir danken Agnieszka Brugger, Clara Resch und Marco Combosch für den konstruktiven Austausch – und allen, die diese Veranstaltung möglich gemacht haben!