
"Wie verhindern wir den Krieg?" MdB Roderich Kiesewetter bei Peter Müller von Heidenheim-fuer-Ukraine.de e.V. in der Giengener Schranne
Roderich Kiesewetter zu Gast in Giengen: Sicherheitspolitik, Wehrhaftigkeit und die Zukunft Europas im Fokus
Vor rund 100 Gästen fand im Bürgerhaus Schranne die Benefizveranstaltung „Roderich Kiesewetter stellt sich den Fragen von Peter Müller und dem Publikum“ statt. Auf Einladung von Heidenheim-fuer-Ukraine.de e.V. diskutierte der Bundestagsabgeordnete, Sicherheitsexperte und Oberst a. D. aktuelle Fragen der deutschen und europäischen Sicherheitsarchitektur sowie die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine.
Bereits bei seiner Begrüßung würdigte Giengens Bürgermeister Alexander Fuchs Kiesewetter als einen Politiker, der für seine klaren Positionen und seine außen- und sicherheitspolitische Expertise geschätzt werde. Auch außerhalb des Veranstaltungsortes sorgte der Abend für Aufmerksamkeit: Vor dem Bürgerhaus demonstrierten Friedensaktivisten gegen militärische Unterstützung der Ukraine, während im Saal engagiert über Wege zur Sicherung von Frieden und Freiheit diskutiert wurde.
„Wie verhindern wir den Krieg?“
Im Mittelpunkt des Abends stand Kiesewetters aktuelles Buch „Was wollen wir? Was können wir? – Deutschlands Rolle in der globalen Machtverschiebung“. Darin stellt er eine zentrale Frage unserer Zeit: „Wie verhindern wir den Krieg?“
Im Gespräch mit Peter Müller erläuterte Kiesewetter seine Auffassung, dass Frieden nur durch glaubwürdige Abschreckung, gesellschaftliche Resilienz und eine wehrhafte Demokratie gesichert werden könne. Dabei stellte er dem bekannten Leitmotiv „Nie wieder Krieg“ die ebenso wichtige Forderung gegenüber, künftig auch „Nie wieder wehrlos“ zu sein.
Nach seiner Einschätzung müsse Deutschland seine Verteidigungsfähigkeit deutlich stärken und die Bundeswehr weiter modernisieren. Gleichzeitig seien ein leistungsfähiger Katastrophenschutz, bessere Krisenvorsorge und eine stärkere Einbindung der Gesellschaft erforderlich. Wehrhaftigkeit dürfe nicht ausschließlich militärisch verstanden werden, sondern umfasse auch den Schutz kritischer Infrastruktur, Cybersicherheit und die Widerstandsfähigkeit demokratischer Institutionen.
Die Ukraine als Schutzschild Europas
Ein weiterer Schwerpunkt war die Lage in der Ukraine. Kiesewetter betonte die Bedeutung einer konsequenten Unterstützung des Landes und warnte vor einem erzwungenen Scheinfrieden. Frieden sei mehr als ein Waffenstillstand. Dauerhafte Sicherheit könne nur entstehen, wenn das Existenzrecht der Ukraine anerkannt werde und Europa gegenüber autoritären Bedrohungen handlungsfähig bleibe.
In seinen Ausführungen ging er zudem auf hybride Kriegsführung, Desinformation, Cyberangriffe und die wachsenden geopolitischen Herausforderungen für Europa ein. Dabei zeichnete er zwei mögliche Zukunftsszenarien: Handlungsfähigkeit oder Abhängigkeit.
Intensive Diskussion mit dem Publikum
Im zweiten Teil der Veranstaltung entwickelte sich eine lebhafte Fragerunde mit dem Publikum. Die Gäste nutzten die Gelegenheit, Fragen zu aktuellen sicherheitspolitischen Entwicklungen, zur Rolle Deutschlands innerhalb der NATO, zur europäischen Verteidigungsfähigkeit sowie zur Zukunft der Ukraine zu stellen.
Die offene Diskussionskultur und die Bereitschaft Kiesewetters, auch kritische Fragen ausführlich zu beantworten, wurden von den Besucherinnen und Besuchern sehr geschätzt.
Bücher, Begegnungen und Unterstützung für die Ukraine
In der Pause konnten die Gäste am Stand der Buchhandlung Thalia Exemplare von Kiesewetters neuem Buch erwerben und persönlich signieren lassen. Für das leibliche Wohl sorgte erneut unser professionelles Catering-Team.
Besonders erfreulich: Der gesamte Erlös des Abends fließt in die Unterstützung der Ukraine. Darüber hinaus verzichtete Roderich Kiesewetter auf eine Gage und unterstützte damit die Arbeit von Heidenheim-fuer-Ukraine.de e.V. unmittelbar. Die Stadt Giengen stellte das Bürgerhaus Schranne kostenfrei zur Verfügung und trug damit ebenfalls wesentlich zum Gelingen der Veranstaltung bei.
Herzlicher Dank
Wir bedanken uns herzlich bei Roderich Kiesewetter für seinen Besuch, seine langjährige Unterstützung der Ukraine und von Heidenheim-fuer-Ukraine.de e.V., bei Peter Müller für die Organisation und Moderation der Veranstaltung, bei der Stadt Giengen, der Buchhandlung Thalia, unserem Catering-Team sowie bei allen Gästen, die durch ihre Teilnahme die Ukraine-Hilfe unterstützt haben!
Heidenheimer Zeitung:
Gespräch mit Roderich Kiesewetter in der Giengener Schranne: „Russland testet uns aus“